Carolin Oldenkott rudert erfolgreich zu einer Medaille
Nichts für schwache Nerven: In einem hochspannenden Rennen hat sich Carolin Oldenkott bei der U23-Weltmeisterschaft in Polen die Bronzemedaille sichern können. Nach 2000 Metern überquerte sie mit ihrer Zweierpartnerin die Ziellinie nach den Teams aus Griechenland und Frankreich.
Die 19-Jährige aus Neuss, die in Erlangen studiert und im RVE trainiert, brachte es nach ihrem Rennen auf den Punkt: „Es war brutal anstrengend, aber wir haben jetzt die Medaille.“ Entsprechend freute sich die Wahl-Erlangerin mit ihrer Berliner Partnerin Nathalie Sendjuk über ihren dritten Platz. Denn nach einer Medaille hatte auf der ersten Streckenhälfte wahrlich nicht ausgesehen: Nach dem Start hatten die beiden Ruderinnen nicht so ins Rennen gefunden wie erhofft und lagen nur auf Platz fünf. Doch gerade bei der olympischen Renndistanz im Rudern über 2000 Meter entscheiden nicht nur eine exzellente Technik und ausreichend Kraft – darüber verfügen schließlich alle Starterinnen in der Weltspitze –, sondern vor allem auch eine kluge Renneinteilung und die gewisse Coolness, wenn es mal anders läuft als erwartet.
Zu einer furiosen Aufholjagd setzte das Team dann auch auf der zweiten Streckenhälfte an und schob sich Zentimeter um Zentimeter an das Boot aus Italien auf Position vier heran – und schließlich vorbei. Auf den letzten 500 Metern lief es für die beiden deutschen Ruderinnen sogar so gut, dass sie das französische Team, das eigentlich sicher auf Silberkurs ruderte, in Bedrängnis brachten. Doch die Französinnen hielten im Endspurt dagegen – und so beendeten Carolin und Nathalie den Ruderkrimi nach 7 Minuten und 25 Sekunden mehr als verdient auf Platz 3 und freuten sich riesig über ihre WM-Medaille.
Alle Fotos: meinruderbild